Ans Baltische Meer

St- Petersburg – „Russlands Fenster zur Welt“ – das wohl beliebteste Reiseziel in der russischen Föderation mit dem Rad besuchen – war mein Ziel im Sommer 2014. Norddeutschland durchqueren, in Meck-Pomm die weit verzweigte Seenplatte streifen, die polnische Ostseeküste und Danzig kennen lernen, die langen Sandstrände an der Kurischen Nehrung, sehenswerte historische und gleichzeitig im Wandel befindliche Städte wie Kaliningrad, Riga oder Tallin durchstöbern, einsame Regionen und Natur erleben in den Nationalparks mit ausgedehnten Kiefernwäldern und hohen Dünen, altehrwürdige Strandbäder und aufstebende Badeorte in den baltischen Staaten, steile Küsten, kleine Dörfer und zauberhafte Seen und immer in der Nähe die wogende baltische See.

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Gespannt und neugierig wie selten war ich vor dieser Reise, aufgeregt und unsicher, weil ich so wenig wusste von diesem Teil Europas. Alle Berichte früherer Reiseradler klangen begeistert. Alle rühmten die Gemütlichkeit und Bescheidenheit an der polnischen Küste, die Gastfreundlichkeit der Balten, den Zauber der wunderschönen Millionenstadt St- Petersburg. ImageAuch auf meinen Rückweg wollte ich möglichst viel Rad fahren. Über Finnland, Schweden und Kopenhagen. Aber dazu musste alles passen: meine Ausdauer, Gesundheit und Laune, Wind und Wetter, Fährverbindungen, Finanzen und Zeit.

Bernsteinroute hätte ich diese Reise zu gerne genannt – ähnlich meiner Seidenrouten-Reise von 2008/09. Doch dieser Name ist festgelegt für den alten Nord-Süd-Handelsweg von Danzig nach Pula, auf dem das Amber-Gold von der Ostseeküste ans Mittelmeer transportiert wurde. Eine andere lohnenswerte Radreise.