REISE-PLAN

Die seidenstraße mit dem fahrrad, das klingt zunächst vielleicht verwegen, abenteuerlich und ein wenig verrückt. Aber seit der öffnung Chinas und der ehemaligen gus-staaten für den individual-tourismus boomt diese route geradezu unter den radreisenden, den globetretern, weltumradlern und long distance bikern
Seit dem ich vor jahren in einer broschüre der verkehrswacht von zwei studenten aus Bad Münstereifel las, die 1991 in 120 tagen von ihrem wohnort nach Peking radelten, wuchs die idee, die seidenstraße per rad zu befahren, unaufhaltsam und wurde schließlich zum jahresprojekt seidenroute. 
Karte meiner geplanten seidenroute                                      
 
Ungefährer zeitplan:
Ende juli start über Köln, Rhein, Main, Altmühl, Donau bis Stephanshart in Niederösterreich, dem wohnort meines reisepartners Markus 
Anfang august erstes kennen lernen und ‚test’fahrten mit Markus
Im august weiter über Slowenien, Kroatien, – noch ein bisschen entspannen und vertraut werden mit den neuen ausrüstungsgegenständen – nach Dubrovnik
Anfang september mit Markus ab Dubrovnik durch Montenegro und Albanien nach Griechenland
22. bis 25. september treffen mit Sara in Istanbul, anschließend weiter nach Kappadokien und Anatolien bis zum Ararat
Im november Syrien und Jordanien durchqueren, mit der fähre von Aqaba nach Ägypten übersetzen auf dem Sinai entlang der küste nach Sharm el Shaik radeln und wieder eine fähre nach Hurghada
Kurz vor weihnachten bis Kairo radeln und von dort mit dem flieger nach Maskat im Oman
Weihnachtsferien im Oman mit Elvira
Mitte januar nach Dubai radeln und mit der fähre übersetzen in den Iran.
Im januar/februar den Iran von süden nach norden durchqueren und über Teheran an die turkmenische grenze bei Ashgabat.
Im märz in Usbeskistan die berühmten seidenstraßen-städte Buchara, Samarkand, evt. Chiva, dann durch das Fergana-tal nach Tadschikistan und/oder Kirgisistan. Eventuell kann Saskia mir dahin noch einmal etwas nachschub bringen und mit mir diese ‚begegnungen mit tausendundeiner nacht‘ teilen.
Mein reisepartner Markus will unbedingt den Pamir Highway radeln.
 
Sicherlich für jeden radfahrer ein traum. Aber im april ist es vielleicht noch zu kalt für diese meist über 3000 m hohe straße von Dunshabe der hauptstadt Tadschikistans nach Osh in Kirgisistan.
Im mai dann über den Torugart oder den Irkeshtam-pass nach Kashgar. Jetzt sind es noch 4000 schwere kilometer, über die nordroute der seidenstraße entlang der Taklamakan-wüste, dann durch den Hexi-korridor zwischen der wüste Gobi im norden sowie dem Qilian-gebirge im süden bis an den ‚Gelben Fluß‘ bei Lanzhou und schließlich bis Xian, berühmt für seine terracotta-armee, dem ausgangspunkt der historischen seidenstraße.  
Ende juni/anfang juli hoffe ich dort anzukommen, um dann heim zu fliegen.